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Einträge in der Kategorie Infos

Die schwarzen Baretten

Mai16
2011
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MVD OMON – Das Milizkommando für besondere Zwecke

Was ist der unterschied zwischen einem normalen Milizbeamten und einem aus OMON? Wo der normale Milizbeamte erstmal überlegt, ob er auf einen Kampf eingeht oder nicht, schlägt ein OMON-Mann zuerst zu. Wenn Festhahme befohlen wird führt ein OMONler den Befehl um jeden Preis aus, selbst wenn es sein Leben kostet.
In 1980 sollte in Moskau die Olympiade durchgeführt werden und es durfte unter keinen Umständen eine Tragödie werden wie die Olympischen Spiele 1972 in München. Deswegen wurde 1979 OMON gegründet. Zuerst in ganz schwarz gekleidet, mitschwarzen Baretten und mit Gummiknüppeln – damals in UdSSR eine Neuheit – haben sie Demonstrationen aufgelöst, bei Konzerten und Sportereignissen die gewalttätigen Fans befriedet, ernteten somit allerdings auch einen ziemlich schlechten Ruf bei der Bevölkerung. Die Tatsache dass sie auch die aufständischen Bewohner der Sowjetrepubliken nicht gerade zimperlich behandelt haben, hat ihrem Ruf auch nicht gerade geholfen. Nach dem Zusammenbruch von UdSSR und dem darauf folgenden starken Anstieg der Kriminalität konzentrierte sich OMON immer mehr auf Zugriff von schwerbewaffneten Banden. Als sich das ganze immer mehr zu einem regelrechten Krieg auf den Strassen entwickelte, war OMON so wichtig wie noch nie. Denn die Männer des OMON waren im Nahkampf und Waffeneinsatz hervorragend ausgebildet, gut ausgerüstet und gnadenlos.

Auch OMONler sind nur Menschen

Junge Männer (bis zum 30ten Lebensjahr), die sich bei OMON bewerben und ihre 2 Jahre Militärdienst bereits absolviert haben werden medizinisch getestet, psychologische Tests und Reaktiontests stehen auch auf dem Programm. Danach kommt ein Konditionstest – 10km Lauf mit voller Ausrüstung, dann 50 Klimmzüge, 20 Liegestütze…. Danach kommen 4 Monate Training. Waffenloser Kampf wird genauso gelehrt wie Gebäudesturm unter schwerem Beschuss. Am Ende der Ausbildung kommt der bei praktisch allen russischen Spezialeinheiten verwendete Test: der Anwärter muss im Ring in einem brutalen Kampf gegen 3 Gegner, voll ausgebildete OMONler, gleichzeitig bestehen. Die Ausbildung bei OMON ist gnadenlos und nur 20% der Bewerber schaffen sie aber die, die bestehen werden somit praktisch zu dem starken Arm des Innenministeriums.

Die Nahkampfausbildung bei OMON

Sehr viele OMONler wurden in Tschetschenien vielerorts zum Schutz der Zivilbevölkerung eingesetzt, die Verluste waren sehr hoch, da OMON überall eingesetzt wurde wo es brenzlig war. Der OMON in Tschetschenien kam aus vielen verschiedenen Teilen Russlands – jeder Teil hat den eigenen OMON.

OMONler tragen heute Tarnfarben und nicht mehr den schwarzen Anzug aus den Zeiten ihrer Gründung, die schwarzen Baretten sind jedoch erhalten geblieben. Bewaffnet sind sie teilweise mit dem modernsten, was Russland an Waffen zu bieten hat – AK-74 Sturmgewehre mit GP-25 Granatgeräten gehören genauso zu ihrer Ausrüstung wie Bison und Kedr Maschinenpistolen, 9a-91 und AKSU Sturmgewehre, Maschinengewehre vom Typ PKM, SVD Scharfschützengewehre, aber auch Hubschrauber und Schützenpanzer. Trotz einer derartigen militärischen Bewaffnung und Ausbildung sind ihre Ausrüstung und ihre Methoden eher zum Hüten der Ordnung sowohl auf der lokalen als auch auf der Föderationsebene ausgelegt und so ist auch ihre Vorgehensweise bei weitem nicht so tödlich wie die Vorgehensweise von ihrer Schwesterorganisation SOBR oder “Kretschet” – der Spezialeinheit des Justizministeriums.

Ein OMON Scharfschütze feuert aus der Deckung hinter einer BTR Luke aus einem SVD

GRU Speznas – die Spezialkräfte des militärischen Geheimdienstes

Mai11
2011
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Wenn man Speznas sagt, meint man eigentlich genau diesen. Obwohl das Wort “Speznas” lediglich “Sondereinheit” bedeutet, versteht man eigentlich die Spezialeinheiten des GRU darunter. Der GRU Speznas – der Nachfolger von Partisanen und NKWD Truppen vom zweiten Weltkrieg hat sich seit seiner Gründung in unzähligen Einsätzen bewährt und ist in der ganzen Welt zu einer Legende geworden.

Nach dem zweiten Weltkrieg fing der kalte Krieg an, bei dem jede Seite über Massenvernichtungswaffen verfügte, Waffen, die nicht nur einen Krieg komplett umentscheiden könnten, sondern auch die ganze Erde entvölkern könnten. USA hat ziemlich schnell gesehen, dass der potenzielle Krieg gegen die Sowjetunion mit konventionellen Waffen nicht zu gewinnen war und entschied sich ziemlich schnell im Falle eines Krieges Massenvernichtungswaffen einzusetzen. Die sowjetische Führung merkte schnell, dass ein Krieg mit Massenvernichtungswaffen mehr Schaden als Nutzen hätte, und baute die konventionelle Bewaffnung weiter aus. Gegen die Bedrohung mit Massenvernichtungswaffen und vor allem mit mobilen Nuklearwaffen musste jedoch etwas unternommen werden.

Im November 1950 wurde Speznas gegründet. Die Mitglieder wurden aus den Reihen des militärischen Geheimdienstes rekrutiert, die meisten von ihnen waren Veteranen, die bereits mehrere Kriege mitgemacht haben. Bei der Ausbildung wurde die Erfahrung der sowjetischen Partisanen, Aufklärer und Saboteure verwendet. Ihre Aufgabe war die Befehlszentralen und die mobilen Launcher der taktischen Nuklearwaffen des Gegners aufzuklären und gegebenenfalls zu eliminieren, damit der Gegner seine Massenvernichtungswaffen nicht einsetzen konnte.

Nach einem langen hin und her und mehrfachem Reduzieren der Stärke des Speznas hat man gegen 1970 eine spezielle Schule für Speznasoffiziere gegründet. Geschult wurden unter anderem auch die Sprachen des möglichen Feindes. Zu dieser Zeit fing man auch verstärkt an, aus den Soldaten der südlicheren Sowjetrepubliken zu rekrutieren, die Tadschiken (welche die gleiche Sprache wie die afghanische Bevölkerung sprechen) und die Aserbaidschaner (deren Sprache dem Türkischen ähnelt).

Am 2 Mai 1979 wurde beschlossen eine Speznaseinheit zu gründen, der fast ausschliesslich aus Usbeken, Turkmenen und Tadschiken bestand, insgesamt 520 Soldaten. Sie hatten BMP-1, BTR-60 und Shilka zu verfügung, ebenso die neusten waffentechnischen Entwicklungen wie der Maschinengranatenwerfer AGS-17, der tragbare Flammenwerfer Rys’ usw. Die Einheit bekam den Spitznamen “der moslemische Batallion”. Jeder Soldat bekam die Uniform der afghanischen Armee und afghanische Ausweise.

Diese Einheit stürmte zusammen mit der Gruppe A (Alfa), der Spezialeinheit des KGB erfolgreich unter schwerem Beschuss den Palast von Amin. Der Einsatz verlief jedoch nicht wie geplant, Amin hat anstatt sich zu ergeben gekämpft und wurde in der Schiesserei getötet.

Nach diesem Einsatz gründete man weitere Einheiten des Speznas, die allerdings erstmal fast ausschliesslich Garnosondienst gemacht haben. In 1984 jedoch hat das Oberkommando beschlossen, die Tätigkeiten von Speznas in Afghanistan auszuweiten, nicht zuletzt wegen aktiven Hilfe, die die Modschaheddin von Iran, Pakistan und USA bekamen. Die vielen erfolgreichen Einsätze von Speznas bestätigten die Richtigkeit der Entscheidung – Wasatitschig-Naj, Tschinartu, Hadigar und andere Gebiete waren vollständig von den Modschaheddin befreit. Sie waren auch die letzten die sich aus Afghanistan zurückzogen, während sie die regulären sowjetischen Streitkräfte beim Rückzug deckten. Aus Gründen der Geheimhaltung fungierten sie offiziell als weitere Batallione von motorisierten Schützen. Der Westen wusste bis zu den 80ern nichts vom Speznas bis ein Überläufer, ein KGB Offizier, von ihnen berichtete. Die NATO – Generäle fielen in Panik und man sah überall “rote Agenten”.

Nach dem Zusammenbruch des UdSSR mehrten sich bewaffnete Konflikte auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetrepubliken. Auch dort war Speznas tätig – in Baku, Nordosetien, Bergkarabach, Inguschetien und nicht zuletzt Tschetschenien. Diese Zeit war ein Tief für Speznas – es fehlte an Ausrüstung, an Vorbereitung, viele Einheiten wurden an die jetzt unabhängigen Republiken abgegeben, mussten so teilweise gegen ihre früheren Kollegen kämpfen. In dem ersten tschetschenischen Krieg wurde Speznas oft zu Aufklärungszwecken verwendet und als normale Infanterie verheizt. Speznas kämpfte zwar gut, die Verluste waren aufgrund dieser idiotischen Anwendung sehr hoch. Der Sturm von Grosnyj 1995 war ein einziger Fleischwolf und es ist zu einem grossen Teil Speznas zu verdanken dass der Sturm nicht ein absoluter Desaster war. Zu dieser Zeit waren die Speznas Soldaten gutbezahlte Profis, viele von ihnen Zeitsoldaten, oft studiert oder mit einer technischen Ausbildung. Die Ausrüstung besserte sich langsam.

Nach dem ersten tschetschenischen Krieg bezahlte man jedoch nicht mehr so gut. Viele erfahrene Veteranen kündigten und wurden durch Wehrpflichtige ersetzt. Die Ausbildung wurde jedoch härter und umfassender. In dem zweiten tschetschenischen Krieg konnte Speznas endlich seine eigentliche Taktik des Fallenstellens und der schnellen Überfälle verwenden und operierte weitgehend unabhängig und mit grossem Erfolg. Nach den Einschätzungen der Veterane der Tschetschenischen Kriege, insbesondere der Mitglieder der Gruppe A (Alfa) und V(Vympel) kämpfte in Tschetschenien niemand besser als Speznas des GRU. Auch der russische Präsident Wladimir Putin ist dieser Meinung.

Die Tragödie von Kisljar – Perwomajskoje

Am 9. Januar 1996 rücken in Kisljar (Dagestan) 9 Busse voller Rebellen (etwa 300), angeführt von Salman Raduew, ausserdem 2 Lastwagen voller Waffen ein. Nachdem sie die örtliche Helikopterbasis und mehrere Häuser zerstörten, nahmen sie an die 3000 Geiseln und drohten die Statt in Schutt und Asche zu legen. Nach einer langen Verhandlung liess er einen Teil der Geiseln durch 8 dagestanische Abgeordnete austauschen. Am frühen Morgen des 10. Januar ziehen 9 Busse und 2 Laster mit insgesamt 100 Geiseln und 2 toten Rebellen richtung teschetschenische Grenze und versprechen in dem Dorf Perwomajskoje die Geiseln freizulassen wenn ihnen die russische und die dagestanische Regierung freien Abzug garantieren. Um etwa 8 Uhr morgens fährt die Kolonne durch Perwomajskoje und nähert sich der Grenze. Mehrere Mitglieder des Nowosibirsk-OMON, die in dem Blockposten im Westen des Dorfes das Ort beschützen bekommen den Befehl die Kolonne passieren zu lassen und nicht feuern, egal was passiert.

Weder Raduew noch die russische Regierung wollten sich an ihre Versprechungen halten. Raduew wollte die Geiseln nicht freilassen, die russische Regierung wollte Raduew nicht passieren lassen und hatte vor, Raduew nach der Freilassung der Geiseln mit 2 Erdkampfflugzeugen vom Typ Su-25 zu stoppen. Danach sollten mehrere Mi-24 Kampfhubschrauber die Busse zerstören und die flüchtenden Rebellen sollten 2 Rotten der 7ten Luftsturmtruppendivision stoppen, tot oder lebendig.

Der Plan schlug aber schon am Anfang fehl – Raduew hatte mitnichten vor, die Geiseln freizulassen, besonders nicht, nachdem er die Kampfflugzeuge gesehen hat. Er meldete, dass er die Geiseln erst später freilässt, nachdem er über die tschetschenische Grenze kommt. Der russische Kommandostab war in Panik – es wurde bereits ein Bericht nach Moskau geschickt, dass das Problem in 2 Stunden gelöst sein wird. Der Folge dieser Panik war dass die Kampfhubschrauber die Kolonne angriffen, ohne auf die Flugzeuge zu warten. Die Rebellen rannten aus den Bussen und überfielen den Blockposten mit den vollkommen ahnungslosen OMONlern, denen ja befohlen wurde, auf keinen Fall zu schiessen. Durch diesen Überfall kamen die Tschetschenen an zwei gepanzerte Mannschaftstransporter und eine stattliche Menge Waffen, ausserdem bekamen sie einen Funkgerät. Als kurz darauf die Luftsturmtruppen trotzdem abgesetzt wurden, auf ein freies Feld, in 50 Meter Entfernung von den verschanzten Terroristen, hat sie nur die Tatsache gerettet, dass die Tschetschenen über eine derartige Dummheit zu erstaunt waren um sofort zu feuern.

Nachdem die Rebellen in das Dorf eingerückt sind, verschanzten sie sich und bauten Befestigungen, missbrauchten dabei die Geiseln als Arbeitssklaven. Am 14 Januar stürmten die russichen Streitkräfte das Dorf mit den verschanzten Terroristen. Der Sturm dauerte 4 Tage. Am Anfang des Sturms hat eine Abteilung der 173. Gruppe des Speznas die Hauptstreitmacht der Rebellen auf sich lenkt um sie von den anderen Angreifern abzulenken. In der Endphase haben die 45 Mann der Abteilung die 190 Terroristen, die durchgebrochen sind angegriffen und 85 von ihnen getötet. Fünf der Offiziere der Abteilung bekamen für ihre Handlungen die Auszeichnung “Held von Russland”, einer von ihnen posthum. Salman Raduew wurde am 25. Dezember 2001 zu lebenslanger Haft verurteilt und starb am 14. Dezember 2002 im Straflager.

Gruppa A – Alfa

Apr22
2011
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Schon in dem Logo der Gruppe A sieht man ihre Ursprünge, das Schwert und den Schild des Komitee für Staatssicherheit (KGB). Nach den schrecklichen Ereignissen bei den olympischen Spielen 1972 in München hat der Vorsitzende des KGB Jurij Andropow zusammen mit dem Direktor der des siebten Direktorats des KGB General Aleksej Bestschastnyj im Jahre 1974 vorgeschlagen, eine Einheit zu gründen, welche im In- und Ausland Terroristen und Geiselnehmer bekämpfen sollte. Am Anfang hatte die strenggeheime Gruppe A nur 50 Mitglieder die aus den KGB-Reihen rekrutiert wurden, fit genug für die Anforderungen der Luftsturmtruppen waren und eine spezielle Ausbildung abgeschlossen haben und bestand wie auch GRU Speznas ausschliesslich aus Offizieren, von Leutnant bis Oberst. Die Ausbildung umfasste das Steuern von allen Typen von Kraftfahrzeugen, und das Bedienen aller Typen von Feuerwaffen, ausserdem Nahkampf, Sprengstoffkunde und vieles mehr. So verfügte die Gruppe A Spezialisten für Unterwasserkampf, Sprengstoffexperten, Bergsteiger, Scharfschützen, Verhandlungsexperten und Psychologen. Zum Zusammenbruch des UdSSR hat Gruppe A schon 500 Mann Stärke erreicht, und auch etwa zu dieser Zeit, als ihre Aktionen der Öffentlichkeit bekannter wurden, von der Presse den Namen “Alfa” erhalten. Ihre erste Feuertaufe hatte Alfa zusammen mit dem GRU Speznas bei dem Sturm des Amin-Palast in Afghanistan im Jahre 1979. Unter schwerem Beschuss haben die beiden Einheiten den Sturm erfolgreich abgeschlossen. Die Verluste betrugen nur 4 Mann, davon 2 von Alfa.

Die Liste ihrer Einsätze vor dem Zusammenbruch des UdSSR ist lang:

* 18.12.1981 in Sarapul, 2 bewaffnete Terroristen haben 25 Schüler als Geiseln genommen.
* 02.03.1982 in Moskau, ein Mann schmuggelte eine selbstgebastelte Bombe in die Botschaft der USA
* 18-19.11.1981 in Tiflis, eine Flugzeugentführung
* 20.09.1988 in Ufa, eine weitere Flugzeugentführung, diesmal von mehreren Soldaten der inneren Streitkräfte ausgeführt
* 10.05.1989 in Saratow, Geiselnahme in einer Untersuchungshaftanstalt
* 13.08.1990 in Suchumi, eine weitere Geiselnahme in einer Untersuchungshaftanstalt
* 12-13.01.1991 in Vilna, der Sturm des Rundfunkzentrums

Nach dem Zusammenbruch des Sowjetunion in 1991 begannen schwere Zeiten für Alfa. Bei dem Militärputsch in August 1991 weigerte sich die Gruppe bei dem Sturm des Parlamentgebäudes mitzumachen und Jelzin zu exekutieren. Danach wurde Alfa in GUO RF eingegliedert und leistete vor allem Präsidentenschutz. Auch 1993 weigert sich die Guppe wieder, als politisches Werkzeug eingesetzt zu werden und das Parlamentgebäude diesmal auf das Befehl von Jelzin zu stürmen, welches die Mitglieder des von Jelzin mal eben aufgelösten Parlaments besetzt hielten. Die Männder der Alfa haben lediglich die verwundeten aus dem Gefecht herausgeholt. Bei dieser Operation wurde ein Offizier von einem Scharfschützen getötet. Danach ist Alfa bei Jelzin in Ungdane gefallen, viele fähige Offiziere haben die Einheit verlassen und die Gruppe vergammelte als Gefängniswache. Die Einheit wurde danach praktisch dem FSB geschenkt. Viele Veteranen der Gruppe A verliessen die Einheit, gründeten eigene Sicherheitsdienste.

Mit dem Auftauchen der vielen Brennpunkte in Kaukasus und besonders in Tschetschenien hatte die Gruppe A wieder Arbeit. Am 17. Juni 1995 nahm eine extrem schwer bewaffnete Terroristengruppe von über 200 Mann unter der Führung von Schamil Bassaew in einem Krankenhaus in Budjonowsk über tausend Geiseln. Bei dem Sturm des Gebäudes hat Alfa 3 Offiziere verloren. Nach 2 erfolglosen Sturmversuchen mit über 100 Opfern entschloss sich Bassaw, 300 Geiseln zu verlassen und fing mit Verhandlungen an. In Oktober 1995 besetzte ein Terrorist in Moskau einen Bus mit südkoreanischen Touristen. Der Sturm, den Alfa meisterhaft ausgeführt hat, dauerte nur wenige Sekunden. Der Geiselnehmer wurde getötet, die Geiseln blieben unverletzt.

In 1998 hat der ehemalige FSB-Direktor und jetziger Präsident der russischen Föderation Wladimir Putin hat den Antiterrorzentrum des FSB gegrpndet, die beiden Einheiten Alfa und ihrer Schwestereinheit Wympel darin praktisch zusammengeführt und ein Teil von ihnen wegrationalisiert. Etwa ein Drittel der Offiziere mußten die Einheit verlassen, da Rußland kein Geld für die Unterhaltung solcher erstklassigen Spezialisten hatte.

Zur Zeit arbeitet Alfa ständig in Tschetschenien. Insgesamt hat die Gruppe A in den 28 Jahren seit ihrer Gründung 15 Offiziere verloren.

Die Tragödie von Nord-Ost

Am Abend des 23 Oktober 2002 besetzt eine Gruppe vom etwa 50 schwer bewaffneten und maskierten Terroristen unter der Führung von Mowsar Baraew das Gebäudes des Musicals Nord-Ost und nehmen an die 800 Geiseln – Zuschauer, Musiker, Schauspieler. Die Terroristen erlauben den Geiseln, noch kurz die Verwandten anzurufen, lassen dann alle Moslems, Georgier und Abchasier frei. Unter den Geiselnehmern sind auch mehrere Frauen. Unter den Geiseln befinden sich auch Kinder, ebenso drei Deutsche, drei Briten, zwei Niederländer und ein U.S.-Amerikaner. Die ersten Verhandlungsversuche scheitern schnell. Nach einigen Stunden und vielen Verhandlungen lassen die Geiselnehmer mehrere Kinder frei. Insgesamt werden 150 Geiseln freigelassen. Die Terroristen sammeln alle Mobiltelefone ein, die Trinkwasserknappheit macht den Geiseln immer stärker zu schaffen. Kurz darauf spazierte eine junge Frau trotz eindringlicher Warnungen in das Gebäude um mit den Geiselnehmern zu reden. Die Terroristen hielten sie für eine FSB-Beamtin und richteten sie hin. Später stellte sich heraus, dass die junge Frau sich mit ihrere Mutter zerstritten hat, welche sie mit den Worten “dass du nie mehr wiederkommst” verabschiedete, und sich im Austausch für einige Geiseln anbieten wollte.

Um 5.54 des 24 Oktober fordern die Terroristen den unverzüglichen Abzug der russischen Truppen aus Tschetschenien, drohen das Gebäude mit den Geiseln zu sprengen. Nach einigen Minuten eröffnen sie das Feuer, bringen so die Geiseln in Panik. Die Geiseln flehen die russische Regierung an, das Gebäude nicht zu stürmen. Nach weiteren zweieinhalb Stunden erschiessen die Tschetschenen einen Milizbeamten der sich zu nahe an den Eingang gewagt hat. Aus unerklärlichen Gründen findet eine Explosion statt. Am Mittag war es bereits klar, dass die Terroristen die Geiseln nicht freilassen würden, selbst wenn man ihre Forderungen erfüllt. Am Abend versuchen zwei Frauen aus dem Theater zu flüchten. Sie werden von den Terroristen mit Panzerfäusten beschossen.

Am nächsten Tag werden 19 Geiseln freigelassen. Das Fehlen von Nahrungsmitteln und Trinkwasser schwächen die Geiseln immer mehr. Sie verfassen ein Kollektivbrief an Präsident Putin, bitten ihn darin, auf die Forderungen der Tschetschenen einzugehen. am Abend stellen die Terroristen das Ultimatum: bis 6:00 Uhr werden ihre Forderungen erfüllt oder sie beginnen die Geiseln zu erschiessen.

Am frühen Morgen des 26 Oktober fangen die Terroristen an, die Geiseln zu erschiessen. Deswegen wird beschlossen, das Gebäude zu stürmen und die Geiseln gewaltsam zu befreien. Es wurde berichtet dass die Erstürmung um 3:00 beginnt. Als sie jedoch nicht folgte, entspannten sich die Terroristen wieder und um 6:20 wird ein stark narkotisches Gas in das Gebäude eingeleitet, um die Terroristen zu betäuben und sie zu hindern, die Sprengsätze zu zünden. Dann stürmt Alfa das Gebäude von Dach und aus der Kanalisation und tötet die schlafenden Bombenträgerinnen durch gezielte Schüsse in Schläfe und Genick. Die Terroristen, die sich in der zweiten Etage befanden, schliefen jedoch nicht und eröffneten das Feuer aus Sturmgewehren und Granatgeräten, wurden aber nach und nach von Alfa ausgeschaltet. Mehrere aufgeschreckte Geiselnehmer rannten zum Eingang, der unabgesprochen von SOBR blokiert wurde. Die überraschten Tschetschenen feuerten auf die Geiseln, zum Glück erfolglos. Schnell wurden alle Geiselnehmer getötet und die Männer von Alfa holten nach und nach die Geiseln raus und gaben ihnen das Gas-Gegenmittel, was eigentlich die Aufgabe der Katastrophenschutzbeamten war, welche jedoch sinnlos in der Gegend rumstanden. Nach drei Tagen ohne Wasser und Nahrungsmitteln waren die Geiseln sehr schwach und 116 starben leider an den Nachwirkungen vom Gas. Ohne dem Sturm jedoch hätte niemand überlebt.

Bei dem toten Terroristenanführer Baraew hat Alfa ihr Markenzeichen hinterlassen, eine Flasche von Hennessy Cognac.

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